Karate

 



 



 

Die wörtliche Bedeutung der beiden japanischen Schriftzeichen, aus denen das Wort Karate" besteht, ist "leere Hände". Damit wird darauf angespielt, dass Karate als eine Selbstverteidigungstechnik entstanden ist, die auf den wirkungsvollen Einsatz des unbewaffneten Körpers zählt und aus Techniken zum Abblocken oder Vereiteln eines Angriffes besteht. Der Angreifer wird im Gegenzug durch Schläge, Stöße und Tritte attackiert. Als Kampfsportart ist Karate beinahe einzigartig. Karate ist in höchstem Maße dynamisch, nahezu alle Muskelpartien werden mit einbezogen. Die Sportart trainiert den ganzen Körper und fördert Koordinationsvermögen und Schnelligkeit.
Die Kampfkunst Karate teilt sich im Wettkampfbereich in zwei Hauptdisziplinen auf, Kata und Kumite, die auch bei den World Games als Einzelwettkämpfe gezeigt werden. Sie unterscheiden sich grundsätzlich voneinander, Kata ist eine Einzeldisziplin, beim Kumite sind immer zwei Athletinnen oder Athleten auf der Wettkampffläche.

 

 

 

 

Kata:

 

Unter Kata versteht man traditionelle, alte Formen und festgelegte Bewegungsabläufe, die in ihrer technischen Ausführung den Kampf gegen mehrere imaginäre Gegnerinnen oder Gegner symbolisieren. Dabei kommt es für die Ausführenden auf Präzision, Schnelligkeit, Dynamik und Ausdrucksstärke in ihrer Darbietung an. Hierbei findet das K. o. -System Anwendung. Die Katas dürfen nicht mehrmals gezeigt werden, bei großen Wettkämpfen kann es sein, dass bis zu 7 verschiedene Katas gezeigt werden müssen. Da diese Formen sehr komplex sind, ist der Trainingsaufwand enorm, um in so vielen Katas präzise agieren zu können.

 

Kumite:

 

Den Kata-Wettkämpfen gegenüber steht die Disziplin Kumite. Dies ist der freie Kampf mit der Partnerin oder dem Partner. Erlaubt ist nur leichte Berührung am Kopf, der Rumpfbereich darf stärker getroffen werden, da die Rumpfmuskulatur stark kontrahiert werden kann und somit mehr verträgt.
Gekämpft wird mit leichten Faust- und Fußschützern, die zur Unterscheidung der Sportlerinnen und Sportler im Geschehen rot oder blau sind. Erlaubt sind Faust- und Fußtreffer zum Kopf und Rumpf des Gegners, verboten hingegen sind Treffer unter der Gürtellinie und zu den Beinen.